Archiv für August 2011
Captain America im Kino

Captain Amerika, Quelle: Razlan_Flickr
Die Comic-Verfilmung ‘Captain America: The First Avengar‘ ist da. Ein typischer Film über die Rettung der USA und die Vernichtung der Feinde – patriotisch und moralisch.
Der Film zeigt einen ausgemusterten jungen Mann, der nicht in den gerade erst begonnenen zweiten Weltkrieg ziehen darf, da sein Körperbau zu schmächtig ist. Um trotzdem mitkämpfen zu können, meldet sich Steve Rogers bei einem Projekt an. Es geht um ein geheimes Regierungsexperiment, das ihn zu einem Supersoldaten machen soll.
So soll er durch das Einnehmen eines Serums, Superkräfte bekommen und mit ihnen zu Höchstleistungen fähig sein. Das Projekt gestaltet sich erfolgreich und schon bald sieht man Steve mit stählernen Muskeln aus einer Kabine kommen – zu allem fähig und bereit. Der Wissenschaftler, der ihm zu seinem neuen Körper und den Kräften verholfen hat, wird jedoch plötzlich ermordet. Hier finden sie zuverlässige Hilfe.
Steve bleibt als einziger Mensch mit unbezwingbaren Kräften auf der Welt zurück, obwohl viele nach ihm folgen sollten. Man sollte glauben, als einziger Supersoldat kämpft er fortan gegen den Feind, das Nazideutschland. Doch nein, stattdessen muss er durch die USA tingeln und Promotion machen.
Ein Wendepunkt in seinem trostlosen Leben kommt, als sein Freund Bucky und seine Brigade bei einem Gefecht gefangen genommen werden und so verschwinden. Steve zieht in den Kampf und befreit Bucky und findet dabei seinen Feind, den ‘Red Skull’, gegen den er fortan kämpft.
Während die ursprüngliche Comicserie in den USA ein voller Erfolg ist und der Kinofilm gut ankommt, tut sich ‘Captain America’ in Deutschland schwer. Dies liegt an dem Patriotismus, der in den Wurzeln Amerikas steckt. Auf der anderen Seite hat das Comic keine Geschichte in Deutschland, da sich die deutschen Verlage früher schwer taten, ‘Captain America’ zu vermarkten.
Erste Details aus der Gefangenschaft Ai Weiweis

Ai Weiwei, Foto: akmezero_flickr
China atmete am 22. Juni auf. An diesem Tag war Ai Weiwei aus seiner Haft entlassen worden. Der Regimekritiker und Künstler war jedoch nur gegen Zahlung einer Kaution freigekommen. Mehr als zwei Monate war Weiwei eingesperrt worden. Nach seiner Freilassung ist es ihm verboten, mit Journalisten zu reden. So soll gesichert werden, dass keine pikanten Details über seinen Gefängnisaufenthalt ans Licht kommen. Nun hat jedoch Ai Weiweis Schwester diese Informationen der Presse verraten. Unmenschlich, grauenvoll sei die Zeit in Haft gewesen. Lau Aussage der Schwester des Künstlers sei Weiwei in der gesamten Zeit unter Bewachung gewesen. Selbst intimste Momente wie den Toilettengang oder das Duschen hatten die Beamten beobachtet. Ständig war er von zwei Wachposten umgeben, welche sein gesamtes Handeln kontrollierten. Damit sollte ein Selbstmord des bei der Bevölkerung beliebten Regimekritikers verhindert werden. Deshalb brannte auch 24 Stunden am Tag Licht in der Zelle. Fenster gab es keine. Weiwei hatte nur anhand der dreimal täglich gelieferten Mahlzeiten erraten können, welche Zeit es war.
In dem Raum habe es nichts außer ein Bett gegeben. Von der Außenwelt war Ai Weiwei völlig abgeschottet: die Beamten redeten nicht mit ihm, es gab weder Bücher, noch Radio, keine Zeitunen oder einen Fernseher. Weiwei habe sich die Zeit damit vertrieben, einen schmalen, circa 6 Meter langen Gang auf- und abzuschreiten, natürlich alles vor den Augen der Wachleute.
Bislang ist nicht einmal klar, in welchem Gefängnis Weiwei eingesperrt war. Jedenfalls scheint es keine normale Anstalt gewesen zu sein.
Weiwei waren Steuervergehen vorgeworfen worden. Diese Anklage ist jedoch laut der Familie des ehemaligen Häftlings nur ein Vorwand, um ihn wegen regimefeindlicher Äußerungen festzunehmen.
Der Künstler hatte in der Haftzeit stark an Gewicht verloren. Ob dies am psychischen Druck, dem spärlichen Essen oder dem vielen Hin- und Hergehen liegt, ist jedoch ungewiss.

























