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	<title>Die Kulturschmiede</title>
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	<description>Von Pop bis Kultur</description>
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		<title>Rückblick: Das Leben der Whitney Houston</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 15:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und wieder musste eine atemberaubende Musikk&#252;nstlerin so fr&#252;h sterben. Die ganze Welt war geschockt, als sie vom Tod der Soul-Queen Whitney Houston h&#246;rte. Mit nur 48 Jahren war ihr Leben vorbei, in dem sie alle H&#246;hen und Tiefen erleben durfte und musste. Sie wurde am 9. August 1963 in East Orange im US-Bundesstaat New Jersey [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4504" class="wp-caption alignleft" style="width: 142px"><img class="size-medium wp-image-4504" title="Â© G.Light - fotolia.com" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2012/02/wpid-ff19773c76e1740c76f0b47a6b47aded.jpeg" alt="Â© G.Light - fotolia.com" width="132" height="200" /><p class="wp-caption-text">Â© G.Light - fotolia.com</p></div>
<p>Und wieder musste eine atemberaubende Musikk&uuml;nstlerin so fr&uuml;h sterben. Die ganze Welt war geschockt, als sie vom Tod der Soul-Queen Whitney Houston h&ouml;rte. Mit nur 48 Jahren war ihr Leben vorbei, in dem sie alle H&ouml;hen und Tiefen erleben durfte und musste.</p>
<p>Sie wurde am 9. August 1963 in East Orange im US-Bundesstaat New Jersey geboren und war seit klein auf mit der Musik verbunden. Ihre Mutter war die Gospels&auml;ngerin Emily Huston, ihre Tante die international erfolgreiche Dionne Warwick und ihre Patentante keine geringere als Aretha Franklin.</p>
<p>Ihr erstes Album &#8220;Whitney Houston&#8221; schaffte es 1985 an die Spitze der US-Charts und katapultierte sie in die oberste Riege der internationalen Pop- und Soul-Musikszene. Der Song &#8220;Saving All My Love for You&ldquo; brachte ihr den ersten Grammy als beste Pops&auml;ngerin ein. Weitere f&uuml;nf sollten folgen. Mit mehr als dreizehn Millionen verkauften Alben allein in den USA wurde ihr Album zu dem erfolgreichste Deb&uuml;talbum &uuml;berhaupt. Das folgende Album &#8220;Whitney&#8221; konnt 1987 an den gro&szlig;artigen Erfolg ankn&uuml;pfen. Mit &uuml;ber 170 Millionen verkauften Platten und &uuml;ber 200 Gold-, Platin-, Silber- und Diamantschallplatten ist bis dato keine andere farbige S&auml;ngerin erfolgreicher und zu Recht als &#8220;Diva of Soul&#8221; bekannt.</p>
<p>Im Film &#8220;Bodyguard&#8221; an der Seite von <a href="http://www.bild.de/unterhaltung/leute/whitney-houston/kevin-costner-soll-bei-trauerfeier-rede-halten-22689934.bild.html">Kevin Costner</a> feierte sie 1992 ihr Schauspieldeb&uuml;t und lieferte zudem den Soundtrack, der bis heute mit 17 Millionen verkauften Exemplaren zu dem bisher erfolgreichsten Soundtracks der USA z&auml;hlt. Der weltbekannte Song &bdquo;I Will Always Love You&ldquo; hielt sich vierzehn Wochen an der Spitze der US-Charts.</p>
<p>Doch mit dem zunehmenden Erfolg und den Rummel um ihre Person musste sie sich auch mit den Schattenseiten des Musik- und Show-Business auseinandersetzen: Alkohol und Drogen wurden zum st&auml;ndigen Begleiter. Die Ehe mit RnB-S&auml;nger Bobby Brown war von Skandalen und gewaltsamen &Uuml;bergriffen gepr&auml;gt. K&ouml;rper und Stimme litten, Comebackversuche scheiterten und so rutschte sie immer weiter in den Drogensumpf, der ihr am Ende wohl das Leben kostete.</p>
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		<title>London: David Hockney is back</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 09:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Austellung]]></category>
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		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Pop Art]]></category>

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		<description><![CDATA[David Hockney stellt wieder aus. In London wurde am vergangenen Wochenende die Ausstellung des Pop-Art K&#252;nstlers er&#246;ffnet. Der Brite gilt als der Meister der Farben. Vom 21. Januar bis zum 9. April. Kann man die Gem&#228;lde von Hockney bewundern.&#160; Seine Landschaftsmalerei ist wahrlich etwas Besonderes. Die satten Farben seiner englischen Heimat Yorkshire sind atemberaubend. Steht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3719" class="wp-caption alignleft" style="width: 201px"><img class="size-medium wp-image-3719" title="Â© Delphimages - Fotolia.com" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2012/01/wpid-5164d55baf31923448a3fba96ff984a9.jpeg" alt="Â© Delphimages - Fotolia.com" width="191" height="134" /><p class="wp-caption-text">Â© Delphimages - Fotolia.com</p></div>
<p>David Hockney stellt wieder aus. In London wurde am vergangenen Wochenende die Ausstellung des <a href="http://www.pop-art-kunst.de/kuenstler.html">Pop-Art K&uuml;nstlers</a> er&ouml;ffnet. Der Brite gilt als der Meister der Farben. Vom 21. Januar bis zum 9. April. Kann man die Gem&auml;lde von Hockney bewundern.&nbsp;</p>
<p>Seine Landschaftsmalerei ist wahrlich etwas Besonderes. Die satten Farben seiner englischen Heimat Yorkshire sind atemberaubend. Steht man mitten im Winter, wie zu dieser Zeit, vor den Bildern, bekommt man schnell ein Fr&uuml;hlingsgef&uuml;hl, denn all die W&auml;lder mit den gr&uuml;nen B&auml;umen und den fruchtbaren Feldern, sie stimmen einen ein.&nbsp;</p>
<p>Wer nicht nach London fahren kann, um sich an der Farbenpracht zu erfreuen, der muss bis zum 29. Oktober 2012 warten. Erst dann kommt der Meister auch nach Deutschland. Seine Bilder werden dann im Museum Ludwig in K&ouml;ln ausgestellt.&nbsp;</p>
<p>In einem Interview verriet Hockney, dass er sich &uuml;ber den Auftrag der Royal Academy in London sehr gefreut hat. Diese hatte den 74 J&auml;hrigen gefragt, ob er zu den bevorstehenden Olympischen Spielen, die R&auml;ume der Academy mit seinen Bildern erhellen m&ouml;chte. Es entstanden so ungef&auml;hr 150 Werke, die er auf seinem iPad erstellt hat. Von &Ouml;lgem&auml;lden, &uuml;ber Kohlezeichnungen bis hin zu Videoinstallationen aber auch Drucke von Zeichnungen, sind zusammengekommen.&nbsp;</p>
<p>Hockney mischt gekonnt Stil und Technik. Zum einen stellt er sich tagelang in den Wald, um seine Stimmung und die Farben einzufangen. Auf der anderen Seite verarbeitet er gerne seine Ideen via iPad. F&uuml;r Hockney ist die technische Entwicklung ein Segen. So kommt ihm sein iPad wie ein endloses St&uuml;ck Papier vor.&nbsp;</p>
<p>Der K&uuml;nstler selbst sieht sich nicht unbedingt als Ausnahmetalent. Als er zuletzt von verschiedenen Medien zum gr&ouml;&szlig;ten lebenden britischen K&uuml;nstler gek&uuml;rt worden ist, schien ihm diese Bezeichnung eher unangenehm zu sein. Ob Ausnahmetalent oder nicht, klar ist, seine Kunst ist einzigartig und &auml;u&szlig;erst sehenswert.</p>
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		<title>Die Art-Magazin-App</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 12:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Metropolen]]></category>
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		<description><![CDATA[Welches Museuum sollte man in Berlin unbedingt besuchen? Welche Austellungen laufen gerade in Leipzig und wann war noch gleich die Vernissage in der Galerie um die Ecke? Das alles ist jetzt ganz einfach herauszufinden. Kunstfreunde werden sich freuen, dass eine App eigens f&#252;r sie entworfen wurde, denn schon seit Juni letzten Jahres gibt es den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><dfn><div id="attachment_3466" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-3466" title="Metropole Â© sborisov - Fotolia.com" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2012/01/wpid-bbafe1d92c6340ed3f5fb7abae1c1b02.jpeg" alt="Metropole Â© sborisov - Fotolia.com" width="200" height="152" /><p class="wp-caption-text">Metropole Â© sborisov - Fotolia.com</p></div></dfn></p>
<p>Welches Museuum sollte man in Berlin unbedingt besuchen? Welche Austellungen laufen gerade in Leipzig und wann war noch gleich die Vernissage in der Galerie um die Ecke? Das alles ist jetzt ganz einfach herauszufinden. Kunstfreunde werden sich freuen, dass eine App eigens f&uuml;r sie entworfen wurde, denn schon seit Juni letzten Jahres gibt es den &#8220;<a href="http://www.art-magazin.de/cityguide" target="_blank">art city guide</a>&#8221; f&uuml;r alle, die auf ihrem Kurztrip oder ihrer Reise einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber die Kunstkultur vor Ort bekommen m&ouml;chten.</p>
<p>Reisefreudige Kunstfreunde, die <a href="http://www.hrs.de/hotel/">tolle Angebote weltweit</a> buchen wollen, k&ouml;nnen &uuml;ber entsprechende Hotel-Plattformen auch Reisen in Kunstmetropolen wie New York oder Shanghai planen und buchen.</p>
<p>Einmal angekommen gibt der &#8220;art city guide&#8221; Auskunft &uuml;ber die Klassiker der Kunst vor Ort. Durch 25 Kunstmetropolen in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz&nbsp; f&uuml;hrt die App. Neben den klassischen Tipps, erhalten Sie aber auch einen &Uuml;berblick &uuml;ber die aktuellen Kunstvereine, Galerieviertel und Skulpturenparks.</p>
<p>Anschaulich gemacht, gibt es zu jeder Empfehlung zur Einstimmung eine kleine Bildstrecke und zu jeder Stadt eine Karte mit Tipps und Kurzbeschreibungen zu den empfehlenswerten Orten.</p>
<p>Das Kunstmagazin Art hat sich diesen informativen Service ausgedacht. Versionen gibt es in Deutsch und Englisch. &Uuml;brigens gibt es den Service nicht nur als App, sondern auch online f&uuml;r die Vorbereitung. Stadt gesucht, f&uuml;r einen Kunstort entschieden, schon kann man sich die beschriebene Karte ausdrucken und auf die Reise mitnehmen. F&uuml;r alle, die die mobile Variante bevorzugen, ist die App f&uuml;r knappe drei Euro zu haben.</p>
<p>Entscheidet man sich zum Beispiel f&uuml;r einen Trip nach Berlin, erf&auml;hrt man durch den &#8220;art city guide&#8221; gleich, dass Berlin die Hauptstadt der Kunst ist, viele junge Galerien genauso aber auch alte Museen und eine Meer an Ausstellungen in der Stadt zu sehen sind. Neben den Klassikern wie &#8220;Altes Museum&#8221;, &#8220;Hamburger Bahnhof&#8221; oder &#8220;Neue Nationalgalerie&#8221; werden einem sogenannte Szene Tipps geliefert. Hierzu geh&ouml;ren zum Beispiel die &#8220;Privatsammlungen Boros, Olbricht, Haubrok, Hoffmann&#8221; oder auch die &#8220;<a href="http://www.deutsche-guggenheim.de/" target="_blank">Deutsche Guggenheim</a>&#8220;.</p>
<p>Der &#8220;art city guide&#8221; eine wertvolle Sammlung an n&uuml;tzlichen Tipps f&uuml;r Kulturfreunde und Kunstbegeisterte.</p>
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		<title>Popstar und Philosoph Skavoj ?i?ek</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 17:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Slowenien]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Phlisophen regelrechte Pop-Stars sind, ist &#228;u&#223;erst selten. Vielleicht war das zuletzt bei dem franz&#246;sischen Existenzialisten Jean-Paul Sartre so. Doch seit einiger Zeit sorgt der 61-j&#228;hrige, slowenische Philosoph Slavoj Å½iÅ¾ek f&#252;r Aufsehen: Seine Kapitalismus-Kritik f&#252;llt bereits mehr als 50 B&#252;cher. In &#8220;Die T&#252;cke des Subjekts&#8221; setzt er sich mit dem cartesianischen Subjekt in westlichen Philosophen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Phlisophen regelrechte Pop-Stars sind, ist &auml;u&szlig;erst selten. Vielleicht war das zuletzt bei dem franz&ouml;sischen Existenzialisten Jean-Paul Sartre so. Doch seit einiger Zeit sorgt der 61-j&auml;hrige, slowenische Philosoph Slavoj Å½iÅ¾ek f&uuml;r Aufsehen: Seine Kapitalismus-Kritik f&uuml;llt bereits mehr als 50 B&uuml;cher. In &#8220;Die T&uuml;cke des Subjekts&#8221; setzt er sich mit dem cartesianischen Subjekt in westlichen Philosophen auseinander, in &#8220;Die Pest der Phantasmen&#8221; analysiert er Manipulationsmechanismen, etwa, wie Medien die Urteilsf&auml;higkeit au&szlig;er Kraft setzen, und in &#8220;Did Somebody Say Totalitarianism?&#8221; kritisiert der &#8220;komplizierte Kommunist&#8221;, wie Å½iÅ¾ek sich selbst nennt, gleich die gesamte zeitgen&ouml;ssische liberal-demokratische Debatte.</p>
<p>Bei der Suche nach Alternativen zum westlichen Denkmodell scheut Å½iÅ¾ek vor keinen noch so unbeliebten oder schwierigen Fragen zur&uuml;ck. Teilweise geht er mit seinen Provokationen einen Schritt zu weit: Etwa, als er folgende Autobiografie f&uuml;r den Klappentext eines seiner Ver&ouml;ffentlichung schrieb: &bdquo;In seiner Freizeit sucht Å½iÅ¾ek gerne im Internet nach Kinderpornos und bringt seinem Sohn bei, wie man Spinnen die Beine ausrei&szlig;t.&ldquo; Oft beruft sich Å½iÅ¾ek auf die psychoanalytische Forschung und <a href="http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/methoden/lacan.htm" target="_blank">Theorie von Jaques Lacan</a>: Demnach wird das kollektive Imagin&auml;re von der kapitalistischen Ideologie beeinflusst. Die heutige Informationskultur produziert unsere &Auml;ngste und hat uns im Griff, kann aber auch in der Krise oder Konfrontation ein gesundes politisches Denken ausl&ouml;sen, so Å½iÅ¾ek.</p>
<p>Nicht nur an Sartre, auch an Derrida muss man denken: Und doch ist Å½iÅ¾ek im Gegensatz zu ihm ein bekennender Linker. Auch seine physische Erscheinung erinnert kein St&uuml;ck an den Stern des Philosophenhimmels der 80iger: ein blasser, b&auml;rtiger, dicker und exzentrischer Kerl in h&auml;&szlig;lichen T-Shirts und Schlabber-Jeans. Doch wenn er die Rede ergreift, wird aus seiner Erscheinung ein mitrei&szlig;ender und sprachlich &uuml;berw&auml;ltigender Mann. Er spricht ohne Punkt und Komma. Seine pessimistische Sicht auf die heutige Politik stimmt nachdenklich, seine Thesen philosophisch nachzuvollziehen, ist f&uuml;r einen Laien alles andere als leicht. Um es kurz zu machen: Nach Å½iÅ¾ek besteht die Aufgabe eines linken Denkers nicht darin, die Geschichte voranzubringen, &#8220;sondern die Notbremse zu ziehen&#8221;.</p>
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		<title>Urteil: Deutschlands größter Kunstfälscherskandal</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 14:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kunstfälschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Kunst ist eine sensible Angelegenheit. Sie sind auf der einen Seite Zeitzeugen anderer Natur und auf der anderen Seite wiederum sehr wertvoll, was sie nat&#252;rlich in den Mittelpunkt betr&#252;gerischer Menschen bringen l&#228;sst. Daher werden seit Jahrhunderten Bilder geklaut, gef&#228;lscht oder entf&#252;hrt, um Betr&#228;ge zu erpressen. Nun wurde ein Urteil im gr&#246;&#223;ten Kunstsf&#228;lschungsprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kunst ist eine sensible Angelegenheit. Sie sind auf der einen Seite Zeitzeugen anderer Natur und auf der anderen Seite wiederum sehr wertvoll, was sie nat&uuml;rlich in den Mittelpunkt betr&uuml;gerischer Menschen bringen l&auml;sst. Daher werden seit Jahrhunderten Bilder geklaut, gef&auml;lscht oder entf&uuml;hrt, um Betr&auml;ge zu erpressen. Nun wurde ein Urteil im gr&ouml;&szlig;ten Kunstsf&auml;lschungsprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte gesprochen &ndash; viele Bilder sind allerdings immer noch nicht entdeckt.</p>
<p>&Uuml;ber 8000 Seiten Ermittlungsakten, s&auml;mtliche Beweismittel &ndash; Kontoausz&uuml;ge und andere Sachen &ndash; und fast 170 Zeugen umfasste der Prozess, der gleichzeitig der gr&ouml;&szlig;te Kunstskandal in Deutschland ist. Ein Jahr dauerten die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Berlin zu dem Fall. Es wurden Durchsuchungen durchgef&uuml;hrt, Zeugen vernommen, Gest&auml;ndnisse aufgenommen. Der Chef der kriminellen Bande <a href="http://www.spiegel.de/thema/wolfgang_beltracchi/" target="_blank">Wolfgang Beltracchi</a> gab zu, viele Bilder gef&auml;lscht zu haben und muss nun f&uuml;r sechs Jahre ins Gef&auml;ngnis. Seine Frau, gleichzeitig auch Mitt&auml;terin, sieht f&uuml;r vier Jahre die Au&szlig;enwelt durch schwedische Gardinen. Otto Schulte-Kellinghaus, der ebenfalls wie Helene Beltracchi den Vertrieb ausf&uuml;hrte, muss f&uuml;r f&uuml;nf Jahre hinter Gittern. Dabei sehen sie den Knast allerdings nur teilzeitm&auml;&szlig;ig, da sie ihre Haftstrafen im offenen Vollzug verb&uuml;&szlig;en &ndash; den Nachtschlaf gibt es dann im Gef&auml;ngnis. </p>
<p>Das Problem f&uuml;r die Ermittler besteht darin, dass viele Bilder erst nach Jahren &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; wieder auftauchen. Wenige sind es nur, die an Experten geraten, die dann die Bilder als F&auml;lschungen enttarnen. In dem jetzigen Prozess ging es dem K&ouml;lner Gericht um 14 Bilder, insgesamt allerdings handelt es sich um 39 Bilder, von denen nur ein geringer Satz, Teil der Anklage waren. Nun hofft man darauf, dass die Bilder irgendwann auftauchen werden.</p>
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		<title>Kunst aus Island</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 15:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; Island ist ein Land der Einsamkeit. An den Küsten des Landes schaut man ins klare und weite Meer hinaus. Sandstrände sucht man hier vergebens, man findet Steinbrocken die in das Wasser ragen, deren Spitzen scharf und manchmal auch stumpf wirken. Herauf klettern würde wahrscheinlich jedes Kind gerne einmal. „Wenn ich alt bin und kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Island ist ein Land der Einsamkeit. An den Küsten des Landes schaut man ins klare und weite Meer hinaus. Sandstrände sucht man hier vergebens, man findet Steinbrocken die in das Wasser ragen, deren Spitzen scharf und manchmal auch stumpf wirken. Herauf klettern würde wahrscheinlich jedes Kind gerne einmal. „Wenn ich alt bin und kaum noch denken kann, wenn meine Haare grau sind und mein Kopf weise, dann geh ich nach Island“, sagt ein scheinbar intellektueller Jugendlicher vor dem Besuch einer Ausstellung in Frankfurt am Main. Island ist Ehrengast bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, die vom 12.-16. Oktober besonders die isländische Literatur unter den Augenschein nimmt. Schon jetzt aber sind viele Ausstellungen der Main-Metropole von dem Island-Flair geprägt.</p>
<div id="attachment_69" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-69" title="Foto: Island von where is tom?/Flickr" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2011/10/Island-300x198.png" alt="" width="300" height="198" /><p class="wp-caption-text">Foto: Island von where is tom?/Flickr</p></div>
<p>Eigentlich könnte man sich unter Islands Kultur vorstellen, dass sie einst wie Casper David Friedrich romantisch angehauchte Steilklippen zeigen, auf die ein Mann sehnsüchtig schaut. Island bietet schließlich viel was Landschaft angeht, vor allem aber ist es abwechslungsreich. Nun könnte man ebenfalls meinen, dass dies auch in den vielen Bilder und anderen künstlerischen Gestalten zum Ausdruck kommt – Fehlanzeige. Denn wer nach Eismeeren und Steinbrocken im Wasser sucht, sucht ebenfalls vergebens derzeit auf den Frankfurter Ausstellungen. Eher sieht man „Schlamm, Schleim und platzende Fischblasen. Ausgelöste Innereien, die noch zucken.“, wie es der „Spiegel“ in seiner Kritik zu den derzeitigen Frankfurter Ausstellungen schreibt. Denn diese bietet weitaus anderes, als man vom mysteriösen Island erwarten könne. So auch wie die vom „Spiegel“ beschriebene Installation „Crepusculum“. Diese ist überschattet und voll von Kontrasten. Eine förmliche Reizüberflutung findet statt – wo man doch eigentlich anderes erwartet hat.</p>
<p>Der am Anfang intellektuell erscheinenden Teenager kommt nach der Ausstellung aus dem Museum und schlägt sich die Hände über den Kopf und sagt: „Jetzt will ich doch nicht mehr nach Island.“ Die Erwartungen scheinen eben gebrochen worden zu sein – vielleicht zu stark? Überzeugen kann man sich davon noch bis zum Ende der Frankfurter Buchmesse in den vielen Museen und Ausstellungen der Main-Metropole.</p>
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		<title>Alice Schwarzer und ihre Memoiren</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 16:33:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Memoiren]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt eine Frau in Deutschland, die so ziemlich jede Rollenverteilung angezweifelt hat. Sie war gegen das Heimchen am Herd, wetterte auch gegen sexy Frauen im Fernsehen und kritisiert stark, wenn Mütter ihre Karriere in der Rangordnung hinter das Kind stellen. Alice Schwarzer ist hierzulande die bekannteste und wohl auch erfolgreichste Feministin. Doch sie teilt [...]]]></description>
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<div id="attachment_62" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-62" title="Alice Schwarzer" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2011/09/3562802113_d298709308-300x261.jpg" alt="Alice Schwarzer, Foto von SpreePiX - Berlin/flickr.com" width="300" height="261" /><p class="wp-caption-text">Alice Schwarzer, Foto von SpreePiX - Berlin/flickr.com</p></div>
<p>Es gibt eine Frau in Deutschland, die so ziemlich jede Rollenverteilung angezweifelt hat. Sie war gegen das Heimchen am Herd, wetterte auch gegen sexy Frauen im Fernsehen und kritisiert stark, wenn Mütter ihre Karriere in der Rangordnung hinter das Kind stellen. Alice Schwarzer ist hierzulande die bekannteste und wohl auch erfolgreichste <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,728515,00.html" target="_blank">Feministin</a>. Doch sie teilt das Land: die einen sehen in ihr die schrullige Emanze, die der Männerwelt einfach mal auf den Schlips treten wollte und immer was zu meckern hat, die anderen sehen in ihr eine Art Kämpferin im Befreiungskrieg der Frau. Es scheint, als habe es sie schon immer gegeben. Für sie typisch: ihr Zeigefinger. Diesen erhob sie fast immer, wenn sie Interviews gab oder mit jemanden diskutierte. Es war eine drohende Geste, eine Einschüchterung. Und dennoch wirkt Alice Schwarzer nicht verbittert, sondern eher wütend-belustigt. Die Frau besitzt einen Lebensmut wie fast keine andere.</p>
<p>In den 60er-Jahren zog sie nach Paris. Dort kleidete sie sich bewusst erotisch, verlockend, mit hohen Stiefeln und kurzem Kleid. Schon damals keimte in ihr die Hoffnung, etwas verändern zu können in der Welt. In einem Brief an einen Freund schrieb sie, dass sie „alles ändern“ wolle und dass sie „Hunger auf alles“ verspüre, was ihr im Leben entginge.</p>
<p>Würde Alice Schwarzer ihrem Pendant aus den Sechzigern gegenüberstehen, so würde sie wohl heute nur noch den Kopf schütteln. Die intellektuell-unbekümmerte, ihre Sexualität unterstreichende Frau ist fern jener, die heute in den Polit-Sendungen sitzt und über Frauenquote und Kinderarmut spricht.</p>
<p>Nun brachte Alice Schwarzer, die bereits zahlreiche Bücher veröffentlichte, ihre Biografie heraus. In dieser spricht sie darüber, wie sie zu der wurde, die sie ist. Und sie räumt auf mit alten Vorurteilen. „Die Menschen glauben zu wissen, wer ich bin,“ sagte sie in einem Interview, „doch sie kennen nicht einmal die Hälfte der Geschichte.“</p>
</div>
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		<title>Captain America im Kino</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 09:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Captain Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Comic-Verfilmung &#8216;Captain America: The First Avengar&#8216; ist da. Ein typischer Film über die Rettung der USA und die Vernichtung der Feinde – patriotisch und moralisch. Der Film zeigt einen ausgemusterten jungen Mann, der nicht in den gerade erst begonnenen zweiten Weltkrieg ziehen darf, da sein Körperbau zu schmächtig ist. Um trotzdem mitkämpfen zu können, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_58" class="wp-caption alignleft" style="width: 221px"><img class="size-medium wp-image-58" title="Captain Amerika, Quelle: Razlan_Flickr" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2011/08/4324234-300x222.png" alt="" width="211" height="156" /><p class="wp-caption-text">Captain Amerika, Quelle: Razlan_Flickr</p></div>
<p>Die Comic-Verfilmung &#8216;<a title="Trailer Captain Amerika" href="http://www.movieworlds.com/filme/trailer/Captain_America_The_First_Avenger.php" target="_blank">Captain America: The First Avengar</a>&#8216; ist da. Ein typischer Film über die Rettung der USA und die Vernichtung der Feinde – patriotisch und moralisch.</p>
<p>Der Film zeigt einen ausgemusterten jungen Mann, der nicht in den gerade erst begonnenen zweiten Weltkrieg ziehen darf, da sein Körperbau zu schmächtig ist. Um trotzdem mitkämpfen zu können, meldet sich Steve Rogers bei einem Projekt an. Es geht um ein geheimes Regierungsexperiment, das ihn zu einem Supersoldaten machen soll.</p>
<p>So soll er durch das Einnehmen eines Serums, Superkräfte bekommen und mit ihnen zu Höchstleistungen fähig sein. Das Projekt gestaltet sich erfolgreich und schon bald sieht man Steve mit stählernen Muskeln aus einer Kabine kommen – zu allem fähig und bereit. Der Wissenschaftler, der ihm zu seinem neuen Körper und den Kräften verholfen hat, wird jedoch plötzlich ermordet. <a title="Hier finden Sie zuverlässige Hilfe" href="http://www.immonet.de/umzug/sachsen/umzugshelfer-dresden.html" target="_blank">Hier finden sie zuverlässige Hilfe</a>.</p>
<p>Steve bleibt als einziger Mensch mit unbezwingbaren Kräften auf der Welt zurück, obwohl viele nach ihm folgen sollten. Man sollte glauben, als einziger Supersoldat kämpft er fortan gegen den Feind, das Nazideutschland. Doch nein, stattdessen muss er durch die USA tingeln und Promotion machen.</p>
<p>Ein Wendepunkt in seinem trostlosen Leben kommt, als sein Freund Bucky und seine Brigade bei einem Gefecht gefangen genommen werden und so verschwinden. Steve zieht in den Kampf und befreit Bucky und findet dabei seinen Feind, den &#8216;Red Skull&#8217;, gegen den er fortan kämpft.</p>
<p>Während die ursprüngliche Comicserie in den USA ein voller Erfolg ist und der Kinofilm gut ankommt, tut sich &#8216;Captain America&#8217; in Deutschland schwer. Dies liegt an dem Patriotismus, der in den Wurzeln Amerikas steckt. Auf der anderen Seite hat das Comic keine Geschichte in Deutschland, da sich die deutschen Verlage früher schwer taten, &#8216;Captain America&#8217; zu vermarkten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Erste Details aus der Gefangenschaft Ai Weiweis</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 16:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Ai Weiwei]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[China atmete am 22. Juni auf. An diesem Tag war Ai Weiwei aus seiner Haft entlassen worden. Der Regimekritiker und Künstler war jedoch nur gegen Zahlung einer Kaution freigekommen. Mehr als zwei Monate war Weiwei eingesperrt worden. Nach seiner Freilassung ist es ihm verboten, mit Journalisten zu reden. So soll gesichert werden, dass keine pikanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_53" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-53" title="Ai Weiwei, Quelle: akmezero_flickr" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2011/08/5596703442_f9919f9feb_z-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Ai Weiwei, Foto: akmezero_flickr</p></div>
<p>China atmete am 22. Juni auf. An diesem Tag war Ai Weiwei aus seiner Haft entlassen worden. Der Regimekritiker und Künstler war jedoch nur gegen Zahlung einer Kaution freigekommen. Mehr als zwei Monate war Weiwei eingesperrt worden. Nach seiner Freilassung ist es ihm verboten, mit Journalisten zu reden. So soll gesichert werden, dass keine pikanten Details über seinen Gefängnisaufenthalt ans Licht kommen. Nun hat jedoch Ai Weiweis Schwester diese Informationen der Presse verraten. Unmenschlich, grauenvoll sei die Zeit in Haft gewesen. Lau Aussage der Schwester des Künstlers sei Weiwei in der gesamten Zeit unter Bewachung gewesen. Selbst intimste Momente wie den Toilettengang oder das Duschen hatten die Beamten beobachtet. Ständig war er von zwei Wachposten umgeben, welche sein gesamtes Handeln kontrollierten. Damit sollte ein Selbstmord des bei der Bevölkerung beliebten Regimekritikers verhindert werden. Deshalb brannte auch 24 Stunden am Tag Licht in der Zelle. Fenster gab es keine. Weiwei hatte nur anhand der dreimal täglich gelieferten Mahlzeiten erraten können, welche Zeit es war.</p>
<p>In dem Raum habe es nichts außer ein Bett gegeben. Von der Außenwelt war <a href="http://www.aiweiwei.com/" target="_blank">Ai Weiwei </a>völlig abgeschottet: die Beamten redeten nicht mit ihm, es gab weder Bücher, noch Radio, keine Zeitunen oder einen Fernseher. Weiwei habe sich die Zeit damit vertrieben, einen schmalen, circa 6 Meter langen Gang auf- und abzuschreiten, natürlich alles vor den Augen der Wachleute.</p>
<p>Bislang ist nicht einmal klar, in welchem Gefängnis Weiwei eingesperrt war. Jedenfalls scheint es keine normale Anstalt gewesen zu sein.</p>
<p>Weiwei waren Steuervergehen vorgeworfen worden. Diese <a href="http://www.fnp.de/fnp/nachrichten/politik/china-erhebt-anklage-gegen-ai-weiwei_rmn01.c.8819308.de.html" target="_blank">Anklage</a> ist jedoch laut der Familie des ehemaligen Häftlings nur ein Vorwand, um ihn wegen regimefeindlicher Äußerungen festzunehmen.</p>
<p>Der Künstler hatte in der Haftzeit stark an Gewicht verloren. Ob dies am psychischen Druck, dem spärlichen Essen oder dem vielen Hin- und Hergehen liegt, ist jedoch ungewiss.</p>
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		<title>Kannibalismus als Kunst</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 16:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Kannibalismus, das Verspeisen menschlichem Fleisches. So lautet die landläufige Definition des Begriffs. Mit Kannibalismus verbinden wir Geschichten, wie jene des von Robinson Crusoes auf den Pfad der Tugend gebrachten Freitag. Kannibalismus scheint die komplette Antithese zu der von uns allen so hoch geachteten Zivilisation zu sein. Es gibt nichts „Wilderes“ nichts Abstoßenderes als einen Angehörigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_44" class="wp-caption alignleft" style="width: 226px"><img class="size-medium wp-image-44" title="Das Schweigen der Lämmer, Quelle: jovisala47_flickr" src="http://www.mittelmass-genuegt.de/wp-content/uploads/2011/07/3469014473_84c9934dff_z-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Schweigen der Lämmer, Foto: jovisala47_flickr</p></div>
<p>Kannibalismus, das Verspeisen menschlichem Fleisches. So lautet die landläufige Definition des Begriffs. Mit Kannibalismus verbinden wir Geschichten, wie jene des von Robinson Crusoes auf den Pfad der Tugend gebrachten Freitag. Kannibalismus scheint die komplette Antithese zu der von uns allen so hoch geachteten Zivilisation zu sein. Es gibt nichts „Wilderes“ nichts Abstoßenderes als einen Angehörigen seiner eigenen Spezies zu verspeisen. Kannibalismus schürt die Urängste des Menschen vor den Abgründen seiner eigenen Psyche. Filme, wie die Hannibal Reihe, mit dem grandiosen Anthony Hopkins als so blutdurstigem wie charismatischem Psychopathen, oder ekelerregende reale Morde wie jüngst in <a href="http://www.moerder-in-serie.de/armin-meiwes.php" target="_blank">Rothenburg</a>, erregen das öffentliche Interesse und lassen jeden von erschauern.</p>
<p>Dabei sind wir alle Kannibalen, wie es Claude Lévi Strauss 1993 in der italienischen Zeitung „La Repubblica“ feststellte. Der große französische Philosoph erinnert dabei an die gängige Praxis der Organimplantationen und betont die veränderten Verhältnisse; Kannibalismus ist längst kein befremdliches Ritual abgelegener Inselvölker mehr, sondern in der Mitte der europäischen Gesellschaften angekommen und akzeptiert, geht man von der reinen Wortbedeutung als Einverleiben fremder Körperteile aus.</p>
<p>Die Ausstellung<a href="http://www.berlin.de/tickets/ausstellungen/alles-kannibalen/" target="_blank"> „Alles Kannibalen?“</a> möchte nun einen Überblick über die Verarbeitung des Themas in der Kunst geben. Ausgehend von der Renaissance soll im Berliner me Collerctors Room der Olbricht Stiftung sein Spaziergang durch die Neuzeit mit dem Fokus auf dem blutrünstigem Brauch geboten werden. Die Ausstellung scheint einen Spagat zwischen ernsthafter soziologischer Studie und satirischer Zuschaustellung rohem Fleisches à la Körperwelten zu versuchen, der ihr leider nicht gelingt. Eine Fokussierung auf eine Art der Darstellung hätte die Ausstellung in besserem Licht erscheinen lassen, so irritiert sie den Besucher mit zu vielen Ansatzpunkten, zwischen einfachem Ekel und sexueller Provokation und ernstzunehmender Reflexion.</p>
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