Nachruf auf Lucian Freud
Sigmund Freud ist wohl der bekannteste Psychoanalytiker. Dass er tot ist dürfte keinen überraschen. Jedoch ist in der Nacht zu Donnerstag sein Enkel Lucian Freud gestorben. Dieser war vor allem als Maler sehr bekannt. Er wurde 88 Jahre alt und starb nach kurzer Krankheit. So wird in der britischen Presse geschrieben, dass er friedlich eingeschlafen sei und keinen langen Kampf mit dem Tod hatte.
Damals zur Machtübernahme der Nazis 1933 wanderte er mit seiner Familie nach Großbritannien aus und erhielt anschließend 1939 auch die britische Staatsbürgerschaft. Jedoch blieb er ein Leben lang gebürtiger Berliner.

"Big Sue" von Lucien Freud
Viele Kritiker bezeichneten ihn als einen der bedeutensten und schillerndsten zeitgenössischen Künstler. So war er auch der Künstler der als teuerste Künstler der Moderne galt. So wurde ein von ihm 1995 gemaltes Bild einer krankhaft fettleibigen Frau, welche schlafen auf dem Sofa liegt 2008 für stolze 34 Millionen Dollar verkauft. Käufer war hierbei der recht bekannte russische Milliardär Roman Abramowitsch, welcher einigen durch seine Besitzanteile am englischen Premiere-Club FC Chelsea bekannt sein dürfte. Das Bild trug den Namen “Benefits supervisor sleeping” und ist auch eine Besonderheit, da es gerade zu Lebzeiten diesen hohen Wert erbrachte, wo doch meistens Werke von Künstlern erst nach dessen Tod so rapide im Wert steigen.
Freud war für seine realistischen Porträts sehr bekannt und galt als großer Liebhaber des nackten Fleisches, was seine große Anzahl an Aktporträts, durch welche er vorrangig bekannt wurde, verdeutlichen. So verherrlichte er in seinen Bildern auch nicht seine Modelle sondern malte diese sehr realistisch, sodass diese sehr natürlich, aber auch als sehr hässlich empfunden wurden.
Ein Platz in der Ruhmeshalle der Künstler des 20. Jahrhunderts ist Lucian Freud damit sicher und so werden noch viele Jahre lang Menschen an ihn zurückdenken und verhindern, dass er in Vergessenheit gerät.
Schoßgebete von Charlotte Roche

Charlotte Roche, Foto von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/flickr.com
Am 10. August erscheint das neue Buch von Charlotte Roche “Schoßgebete”. Roche ist vor zwei Jahren mit dem Skandalroman und Kassenerfolg “Feuchtgebiete” zu einem Superstar moderner Pop-Literatur geworden.
Ihre Wirkung auf das Massenpublikum wird nicht mehr unterschätzt. Das Kaufhaus Dussmann plant das neue Buch nicht nur mir 100 Exemplaren im Schaufenster zu präsentieren, sondern wird Roches “Schoßgebete” den High-Potential-Tisch in zwei Wochen ganz für sich einnehmen. Normalerweise ist dieser Tisch am Ladeneingang mit mehreren Autoren des aktuellen Buchmarktes besetzt. Einen zusätzlichen Stapel bei den belletristischen Neuerscheinungen bekommt die junge Autorin auch. Als Belletristik-Leser wird man Roche quasi nicht entkommen können.
Zu verdanken hat sie diese Aufmerksamkeit der gelungenen Vermarktung der “Feuchtgebiete”. Dussmann konnte davon 4.000 Exemplare nur im ersten Jahr verkaufen. Verglichen zu anderen erfolgreichen Autoren wie Jonathan Franzen mit “Freiheit” und Helene Hegemann mit “Axolotil Roadkill” ist das die doppelte Menge. Auch die Hauptabteilungsleiterin für Belletristik, Ute Bauer, sieht das Phänomen als eine Ausnahmeerscheinung, die unvorhersehbar war. Charlotte Roche gewann in ihrer Darstellung menschlicher Körperfunktionen mit Trash-Faktor das Mainstream für sich. “Feuchtgebiete” wurde zum Kultbuch.
Dieses Mal ist das Marketingkonzept noch ausgereifter. “Schoßgebete” wird von Münchner Piper Verlag gedruckt und auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu den meisten Jungautoren hat Roche den Popstar-Faktor, den sie für sich zu nutzen weiß. Von Facebook, YouTube bis zu Twitter kann der Star gesehen werden. Roche ist eine Paradebeispiel für den Strukturwandel innerhalb des Buchmarktes. Manche Bücher können jetzt im Verkauf mit Musik- und Filmindustrie mithalten. Autoren können jetzt auch unter dem praktizierten Personenkult zu Promis werden.
Die Meinungen über “Schoßgebiete” liegen allerdings weit auseinander. Christoph Eckert, Leiter der Belletristikabteilung der Thalia-Filiale in Freiburg sagt, dass es auch ein Riesenflop werden kann.
Der Künstler Lee Ufan

Kunst von Lee Ufan, Foto von @MSG/flickr.com
Normalerweise wollen Künstler etwas verändern, etwas völlig neues schaffen, aus alten Dingen neues herausholen. Nicht so der Künstler Lee Ufan. Er versteht unter Kunst, Dinge neu zu arrangieren, sie jedoch in ihrer Ursprungsform zu belassen. Es geht ihm mehr um die Anordnung als um das Wesen seiner Ausstellungsstücke. Beziehungen sollen dargestellt werden, auch Distanzen und Leere. Zwischen seinen Elementen finden sich manchmal nur ein Quantum Platz, bei anderen Anordnungen sind ganze Meter dazwischen. Wegen dieser Bedeutung von Nähe und Entfernung heißt seine Ausstellung auch „Kunst der Begegnungen“. Zunächst galt er in den USA lange Zeit als Unbekannter, bestenfalls als Geheimtipp aus der Szene. Doch nun übergibt ihm das Guggenheim-Museum seine gesamte Exhibitionsfläche – eine große Ehre, wenn man bedenkt, was für ein bedeutender Kunstort dies ist.
Insgesamt 90 Skulpturen, Malereien und Arbeiten sind dort nun zu bestaunen, sie entstammen seiner frühen Schaffensperiode in den 60er-Jahren und reichen hin bis zu aktuellen Fertigungen.
Aufmerksamkeit erregte der Künstler bisher vor allem in Europa. So zeigte er zum Beispiel 1971 bei der Biennale von Paris sein Können, präsentierte Werke 2001 im Kunstmuseum Bonn und machte sich europaweit durch seine Ausstellung auf der Biennale in Venedig einen Namen.
Ufan zählt schon einige Jahre: geboren ist er 1936 in Südkorea. Seit 1956 pendelt er zwischen seinen Wahlheimaten Frankreich und Japan. Er war in den 70er-Jahren Ikone der Mono-ha-Bewegung in Japan, eine Künstlervereinigung, die sich gegen das westliche Kunstverständnis aussprach und die Arbeit mit Naturmaterialien vorzog.
Lee Ufan ist der Meinung, dass Dinge für sich selbst sprechen sollten. Er entfremdet Gesten, minimalisiert Kunst auf Pinselstriche und besinnt sich eher auf die Existenz der Dinge als auf den Schaffungsprozess. „Man soll die Welt aufnehmen, wie sie ist“, dafür plädiert Ufan.
Der Komiker und Musiker Rainald Grebe

Rainald Grebe, Foto von David Ortmann/flickr.com
Der Komiker Reinald Grebe konnte bei seiner Show in der Berliner Waldbühne glänzen. In seinen Liedern vermarktete er die Gesellschaftskritik gut. Auf die Bühne kam Grebe mit Winnetou Musik und Kopfbedeckung eines Indianers. Der geborene Kölner Musik-Kabarettist konnte auch bei Regen die Waldbühne mit etwa 20.000 Menschen füllen. Das Publikum zeigte sich begeistert.
Die Show wurde von bekannten Kollegen immer wieder durch Gastauftritte unterstützt. Zu den bekanntesten zählt René Marik, der einen kleinen Auftritt mit seinen Puppenfiguren, dem Maulwurf mit Sprachstörung und dem berlinernden Eisbären Kalle, machte.
Das Jubiläumskonzert zu Grebes 40. Geburtstag wurde unter dem Motto “Halleluja Berlin” veranstaltet. In der Waldbühne herrschte eine Volksfeststimmung. Die Älteren sangen deutsche Volkslieder mit Freude. Dazu spazierten im Publikum kleine Turnerinnen zur “Bolschewistischen Kurkapelle”. Das alles nur als Vorgeschmack zu der Show.
Der Komiker hat sich nicht nehmen lassen, sein eigenes Publikum auch in einem seiner Songs zu thematisieren. “wenn die Liebe geht, die Hobbys bleiben”, so charakterisiert Grebe die dreißigjährigen Pärchen, die in der Waldbühne auf ihn schauen. Es seien ökologische Avantgardisten des Prenzlauer Bergs mit Holzspielzeug, die sich von ihm begeistern ließen.
An dem Abend gelang es Grebe ausgezeichnet, Gesellschaftskritik, Komik und Vermarktung unter einen Hut zu bringen. Sein neustes Album soll im Sommer unter dem Titel “Zurück zur Natur” erscheinen. Die ostdeutschen Bundesländer vergaß Grebe auch nicht. Die Lieder dazu sangen sich nahezu wie Länder-Hymnen. So beispielsweise Brandenburg “wo nicht alles Chanel, sondern meist nur Schlecker ist”. “Halleluja Berlin! Alle wollen dahin. Deshalb will ich das auch”, so beendete Grebe sein Konzert.
Zum Schluss kamen alle Künstler auf die Bühne und sangen ein Abschiedslied zu einem Holzfeuerwerk. Auf Grund der Waldbrandgefahr wurde dieses mit ausklappbaren und hochschnellenden Holzkonstruktionen Feuerwerkskörpern gehalten.
Der Klassiker Dallas kehrt zurück

Larry Hagman als John Ross, Foto von juglar del zipa/flickr.com
In den 80ern war keine Serie so bekannt und vor allem niemals so beliebt wie Dallas. Jetzt hat der amerikanische Fernsehsender TNT zehn neue Folgen von Dallas in Auftrag gegeben die Dann im Sommer 2012 anlaufen sollen. Die Serie fesselte Millionen von Anhängern und man rechnet dass die erneute Inszenierung wieder die Fanherzen höher schlagen lassen wird.
Das tollste ist dass die bekannten Gesichter wieder dabei sein werden. Patrick Duffy kehrt als Bobby und Larry Hagman als dessen Bruder zurück. Auch Linda Gray ist wieder dabei. Thematik werden die alten Leiden über Liebe und Öl sein, so wie man es eben von Dallas nicht anders gewohnt ist.
Doch die Serie hat sich etwas verändert. Ist ja klar dass nach so vielen Jahren Abstinenz und Fortschritt nicht alles beim Alten bleiben kann. Werbematerialien und auch die Serientrailer machen aber jetzt schon wirklich Lust auf die neuen Folgen. Die neue Generation wird jetzt mehr in den Vordergrund gehoben, denn vielleicht schafft es die Serie auf diese Art und Weise auch Anhänger aus der neuen Generation zu fesseln.
Doch nicht nur im US-Fernsehen, auch hier bei uns in Deutschland schlug Dallas ein wie eine Bombe. Vor ungefähr 30 Jahren wurde sie erstmals ausgestrahlt. Damals lief Dallas immer dienstags auf dem Ersten. Das maximale Level an Zuschauern wurde im Jahr 1985 erreicht als mehr als 18 Millionen Menschen die Serie verfolgten.
Im Jahr 1990 wurde die Serie abgesetzt, den genauen Grund dafür hat man nie erfahren, man munkelte dass es die Hohen Forderungen in Sachen Bezahlung von Larry Hagman gewesen sein die alles zum Einsturz gebracht hätten. Umso schöner dass er jetzt wieder mit an Board ist. Bis zum nächsten Sommer müssen Fans leider noch abwarten, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Realistische Malerei
In der heutigen Zeit stellt man sich schnell die Frage, ob die schnelle, detailgetreue und realistische Zeichnung einer Herbstlandschaft, eines Gesichts oder eines anderen Alltagsgegenstandes nicht einfach nur naiv, reaktionär und irgendwie zu banal ist. Und das obwohl der lange und sehr erregende Disput zwischen den abstrakten und eher realistischen Malern schon eine ziemlich lange Zeit hinter uns liegt und man doch generell dem Eindruck erliegt, dass man sich aktuell in der liberalen Kunstwelt schlechthin bewegt, in der das „Anything Goes“ zum Übergreifenden Leitmotiv geworden ist. Dennoch haftet der realistischen Malerei auch heute noch ein enormes Vorurteil weiterhin hartnäckig an: Wer einfach nur das malt, was ihm die Umwelt vorgibt und zeigt, wird schnell als naiv verspottetet. Einfach nur abzeichnen, das kann doch beim besten Willen keine richtige Kunst sein, und hätte auch von einer Umzugshilfe gemacht werden können.

Realistische Malerei / naive paintings
Betrachtet man beispielsweise die Werke von Franz Gertsch und Rene Wirth in deren aktuellen Ausstellungen in Zürich und Rotterdam, so fällt bei deren sehr gegenständlichen Werken schnell ins Auge, dass sie von sehr ausführlichen Katalogtexten gestützt werden, die quasi die kunsttheoretische Tiefe und die konzeptionelle und durchdachte Arbeit verdeutlichen soll, um so den Werken Legitimation in der Szene der Kunstkritiker zu schaffen und derartige Vorurteile vom Tisch zu wischen.
Die Frage die sich jedoch aufdrängt ist folgende: Warum gilt denn gerade das gegenständliche Malen so schnell als peinlich? Denn dabei beinhaltet gerade das künstlerische Gestalten von den Dingen, die dem Subjekt gegenüberstehen eine ungeheure Fülle von subjektiven Wahrnehmungs- und Interpretationsmustern. Bei Gertsch und Wirth wird insbesondere jedem Bild so sein Objekt zugeordnet, jedes Objekt in ein Bild arrangiert, das offenbar perfekt sich zu diesem fügt. Die außergewöhnliche Leistung dieses Realismus liegt dabei darin, dass der Gegenstand wirklich in ein wahrhaftiges Gegenüber transformiert wird.
Tyler the Creator
HipHop provoziert. Das wissen wir nicht erst seit FlavourFlav, Snoop Dogg oder Eminem. In Deutschland mussten wir jüngst eine Periode von Möchtegern Gangsta Rappern über uns ergehen lassen, die mittlerweile Gott sei Dank abgeflaut ist und deren Protagonisten sich im Privatfernsehen als Juroren oder Schlimmeres verdingen. Nicht ganz unbeteiligt an diesem Siechtum ist die Crew K.I.Z., die den rotzigen, Hassrap derart auf die Spitze, und weit darüber hinaus, treibt, dass niemand mehr Rapper wirklich für voll nimmt, die auf deutsch über anderer Mütter, Nutten oder Knarren rappen.
Das amerikanische Pendant zu K.I.Z ist die „Odd Future Wolf Gang Kill Them All“ aus Los Angeles mit ihrem Frontmann Tyler, The Craetor. Andere Mitglieder heißen Jasper, The Fucking Dolphin oder Earl Wolf, von dem allerdings vermutet wird, er hätte unfreiwillige Umzugshilfe von seiner Mutter bekommen und sei nach Samoa in ein Bootcamp der Army geschickt worden, nachdem sie gesehen hatte, was ihr Liebling (der keineswegs aus dem Ghetto kommt) mit seinen Kumpels so treibt. In ihren Songs beschimpfen die Jungs alles, was sich bewegt. Sie scheinen alles zu hassen, was diese Welt zu bieten hat. Sie tun dies jedoch derart überdreht, die Provokation ist so deutlich, dass schnell klar wird, dass es hier nicht alles auf die Goldwaage gelegt werden muss. Odd Future Wolf Gang Kill Them All stürzen sich mit solcher Leidenschaft und Hingabe in ihre Gewaltphantasien, das sie vielen bereits als die x-te Rettung des chronisch rettungsbedürftigem Hiphops angesehen werden.
Man weiß nicht genau wie viele Bandmitglieder OFWKTA besitzen, manche sprechen von 60. Spigel Online schrieb einen schönen Satz über die post-pubertären Rüpel, die manchmal nicht so recht zu wissen scheinen, wie ihnen geschieht: „OFWGKTA ist eine Rap-Crew, die gerade merkt, dass die Welt sie dafür liebt, von ihr gehasst zu werden.“
Der Auftritt von Lars von Trier in Cannes

Lars von Trier, Quelle: canburak_flickr
Lars von von Trier, das ist der dänische Skandalregisseur, der ”Erfinder’ der Dogma-Filme, und der Skandal der diesjährigen Filmpreisverleihung in Cannes.
Von Trier schockiert gerne, seine ganze künstlerische Laufbahn hat er eigentlich nichts anderes gemacht. Angefangen bei der Serie Hospital der Geister, seinem ersten großen Projekt, in dem er eine typische Krankenhaussoap mit einem Gruselaspekt a la Alien würzte über seine Dogmafilme. Idioten zum Beispiel aus den späten 1990ern porträtiert eine Gruppe gesunder junger Menschen die sich als geistig behinderte ausgeben. ist das moralisch korrekt? Dann der Film Dancer in the Dark, bei dem von Trier die Sängerin und Schauspielerin Björk im Film durch Erhängen töten ließ. dann letztes Jahr der Skandalfilm Antichrist, in dem er das Publikum mit expliziten und sehr grausamen Sex – und Gewaltszenen schockierte.
Und nun der nächste Skandalauftritt des Lars von Trier. Zusammen mit den Schauspielern, die in seinem neuen Film ‘Melancholia‘ mitgespielt haben, einem Weltuntergangsdrama, hält Lars von Trier eine Pressekonferenz. Während der Konferenz erzählt von Trier, dass er deutsche Wurzeln habe und mit Hitler sympathisiere. Er sei ein Nazi und habe Hitler vor Augen, wie er am Ende in seinem Bunker sass. Die Reaktionen seiner Kollegen und der Presse waren einheitlich: Fassungslosigkeit machte sich breit. Später kam die Entschuldigung von von Trier, er habe niemandes Gefühle verletzen wollen und ein Nazi sei er natürlich auch nicht. Erreicht hat Lars von Trier zumindest zweierlei: Ihm war die ungeteilte Aufmerksamkeit für einen Moment sicher, und auch wenn er aus der Jury geworfen wurde, sein Film Melancholia durfte im Rennen bleiben.
Richtig kraulen

Kraulschwimmen, Quelle: Schwimmclub Regensburg_flickr
Der Sommer steht vor der Tür und die Zeit des Badens bricht an. Statt im Urlaub oder auch am heimischen Baggersee nur am Strand zu liegen, sollte man auch viel Zeit im Wasser verbringen. Denn es ist bekannt, das Schwimmen immer noch eine der effektivsten und gesündesten Methode ist um sich Fit zu halten. Richtig Schwimmen lässt sie nicht nur im Wasser, sondern auch am Strand außerhalb gut aussehen.
Richtig zu schwimmen will aber gelernt sein, deswegen ist es ratsam auch vor dem Urlaub schonmal ins Hallenbad zu gehen und zu üben. Hier erhalten sie Tipps, von denen auch sie profitieren können um schneller und besser Kraulschwimmen zu lernen. Gerade das Kraulschwimmen wird von vielen Hobbyschwimmern praktiziert aber von nur wenigen richtig ausgeführt. Die wichtigsten Ziele sind ein gutes Wassergefühl zu entwickeln, den Wasserwiderstand zu minimieren und in die richtige Wasserlage zu kommen. Vorraussetzung dafür ist die richtige Atmung.
Mit Hilfe einiger Übungen lässt sich das richtige Atmen trainieren. Wenn man sich am Beckenrand festhält, kann man die Kopfbewegung einüben. Das Ziel ist, dass man unter Wasser ausatmet, den Kopf zur Seite dreht und über dem Wasser einatmet. Wichtig ist beim Ausatmen, die Luft gleichmäßig rauszulassen und nicht alles auf einmal.
Um die richtige Position einzunehmen und den Wasserwiderstand möglichst zu minimieren, dürfen die Beine niemals absacken sondern stabil eine Horizontale zum Körper bilden während der Kopf flach nach untern gerichtet ist. Ein Tipp von Experten um die richtige Position einzunehmen ist, sich vorzustellen, dass man bergab schwimmt.
Mit ein wenig Übung werden auch sie ein Profi im Kraulschwimmen und nicht nur schneller, sondern auch fitter und schlanker. So machen sie sicher im und außerhalb des Wassers eine gute Figur.
Bob Dylan wird 70

Bob Dylan, Foto: M.D'Evreux_Flickr
Siebzig Jahre Lebenszeit, das bedeutet ungefähr 50 Jahre Musik machen für den gebürtigen Robert Zimmermann aus Duluth, Minnesota. Bereits Ende der 1950er hat sich Dylan als Folkmusiker versucht. Mit dem Umzug nach New York und ins Greenwich Village, dem damaligen Künstlerviertel, ging seine Karriere los. Als Strassenmusiker tingelte er in den 1960ern durch New York und spielte umsonst für eine Handvoll Leute in den Open Stage Clubs. Das freilich in guter Gesellschaft, Größen wie Pete Seeger oder Woody Guthrie begleiteten seinen Weg. Eine andere Sängerin ganz besonders, die ebenfalls in den späten 60ern sehr bekannt gewordene Joan Baez mit ihrem unverkennbaren Tremolo in der Stimmt wurde seine Freundin und Weggefährtin. Anfang der 60er wurde Dylan dann schliesslich über die Grenzen von Greenwich Village bekannt, seine Song ‘Like a rolling stone‘, the times they are changin’ und ‘Blowin in the wind’ sind immer noch Hymnen für die Protestbewegung der 1960er Jahre Jahre in den USA. Auch damals wurden sie schon so rezipiert, was Dylan dazu veranlasst hat, sich als spokesman der Generation zurückzuziehen, zu groß scheint der Druck gewesen zu sein. Was folgt, sind musikalische und lyrische Eskapaden, sein zweites Album strotzt textlich nur so vor Kryptik und auf einem Folkfestival verschreckt er seine Anhänger, indem er seine Gitarre elektrisch verstärkt, ein Tabubruch in der Szene.
In den späteren Jahren hat er sich als Gläubiger verschiedeneer Religionen versucht und seine Musik hat unterschiedliche Stilrichtungen vereint, sei es Blues oder Gospel. Ungebrochen ist jedoch sein kreativer Output nach wie vor. Sein Gesamtwerk wird von Fans auf der ganzen Welt imme rnoch mit Spannung betrachtet, selbst ernannte Dylanologen übertrumpfen sich gegenseitig damit, in den teilweise Dada-esken Textfetzen seiner Songs Botschaften herauszuhören.
Der Mythos Bob Dylan lebt also weiter,und so tut es Bob Dylan selbst. Bedanken können wir uns für Songs, die die Popkultur nachhaltig beeinflusst haben und für Antikriegs-Hymnen, die in ihrem 50-jährigen Bestehen an Aktualität nicht verloren haben.

























